Wie läuft das im Alltag – und wo liegt das Problem?
Ein Elektriker vergibt Teile der Baustelle an einen befreundeten Betrieb. Per Handschlag, vielleicht noch eine kurze WhatsApp. Die Arbeit wird erledigt, der Auftrag abgerechnet, alle sind zufrieden.
Bis sechs Monate später ein Wasserschaden auftaucht. Oder ein Mangel am Brandschutz. Oder ein Mitarbeitender des Subunternehmers auf der Baustelle verunglückt.
Und dann? Dann stellt sich heraus: Der Hauptauftragnehmer haftet. Der Vertrag war unklar. Die Versicherung des Subs greift nicht. Und der Auftraggeber schaut auf denjenigen, der den Gesamtauftrag unterschrieben hat.
Das ist keine Ausnahme. Das ist Alltag.
eingesetzt wird, zum Wohl der Handwerker und der Menschen, denen sie dienen.
Was viele nicht wissen: Wer den Hauptauftrag hat, trägt die Hauptverantwortung
- Schwarzarbeit: Wer Subunternehmer einsetzt, ohne deren ordnungsgemäße Anmeldung zu prüfen, kann selbst zur Verantwortung gezogen werden.
- Scheinselbstständigkeit: Wenn ein „Selbstständiger" faktisch wie ein Angestellter arbeitet, haftest du für Sozialversicherungsbeiträge nach.
- Mindestlohn: Als Auftraggeber haftest du mit, wenn dein Sub den Mindestlohn nicht zahlt.
- Datenschutz: Wenn Subunternehmer Zugang zu Kundendaten haben, bist du als Auftraggeber in der Pflicht, eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung zu schließen.
Was muss ein guter Subunternehmervertrag regeln?
Das unterschätzte Risiko: Versicherungslücken
- Der Sub hat eine Betriebshaftpflicht, aber sie deckt bestimmte Tätigkeiten nicht ab.
- Der Sub ist nicht mehr aktiv versichert – die Police ist abgelaufen.
- Der Schaden übersteigt die Versicherungssumme.
- Die eigene Versicherung des Hauptauftragnehmers springt zwar ein, aber der Regress läuft dann gegen den Sub – der nichts hat.
Und wenn du selbst Subunternehmer bist?
Was du konkret tun kannst
Fazit: Ein Handschlag ist kein Vertrag
Im Handwerk läuft vieles auf Vertrauen. Das ist gut so – und oft auch der schnellste Weg zum Ergebnis. Aber Vertrauen ersetzt keinen Vertrag. Und ein WhatsApp-Auftrag schützt dich nicht, wenn der Sub einen Schaden verursacht, den du am Ende bezahlst.
Die gute Nachricht: Wer einmal klare Prozesse aufgesetzt hat, spart sich danach jede Menge Ärger. Eine einfache Vorlage, eine kurze Checkliste, ein festes Vorgehen – und du bist deutlich besser aufgestellt als die meisten.
Du willst prüfen, wie sicher deine Subunternehmer-Prozesse wirklich sind? Dann lass uns das gemeinsam anschauen – ohne lange Theorie, dafür mit konkretem Ergebnis.
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